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Wir sind...

„Partner der Biosphärenregion Berchtesgadener Land“


Das Berchtesgadener Land ist von der UNESCO aufgrund seiner besonderen Natur- und Kulturlandschaft mit hoher biologischer Vielfalt und der Etablierung als Modellregion für nachhaltige Entwicklung als Biosphärenregion ausgezeichnet. Im einzigen alpinen UNESCO-Biosphärenreservat steht der Mensch im Mittelpunkt und hat den Auftrag, die Zukunftsfähigkeit der Region im Sinne der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu erhalten.

Als „Partner der Biosphärenregion Berchtesgadener Land“ setzen wir nachweislich zahlreiche Nachhaltigkeitsmaßnahmen in unseren Wirtschaftsprozessen um, legen dabei den Fokus auf eine ständige Verbesserung, engagieren uns für die Erfüllung der Biosphären-Ziele und agieren als Botschafter für die Biosphärenregion.

Unter nachhaltigem Wirtschaften verstehen wir die Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und sozialen Belangen sowie den Bezug zur Region und der regionalen Wertschöpfung in unserem Handeln und Wirtschaften.
Gemeinsam mit den anderen Partnern der Biosphärenregion und der Biosphären-Verwaltungsstelle wollen wir ganz nach dem Motto „Wir sind Biosphäre!“ die nachhaltige Entwicklung im Berchtesgadener Land mitgestalten und voranbringen – für ein zukunftsfähiges Heute und Morgen!

 

 

 

Nachhaltige Mobilität

Im Rahmen einer nachhaltigen Mobilität müssen wir uns mit drei Bereichen beschäftigen:

  • Transport der Ökokisten zu den Kunden
  • Lieferung der Bio-Produkte zu unserem Hof
  • Anfahrt der Mitarbeiter

In allen drei Bereichen gibt es bestehende Mobilitäts-Infrastrukturen die es gilt nach und nach auf klimaschonende Transportmittel um zu stellen. Dabei gilt es auch die bereits verwendeten Ressourcen zu berücksichtigen. Aus diesem Grund werden vorhandene Fahrzeuge weiter genutzt und bei Neuanschaffungen geprüft welche Lösung die ökologisch sinnvollste ist.

Im Bereich der Mitarbeiter haben wir nur bedingt Einfluss auf deren Mobilität. Deshalb achten wir schon bei Neueinstellungen darauf, dass neue Mitarbeiter in räumlicher Nähe zu unserem Betrieb wohnen. Um den Anreiz für die Anfahrt per Fahrrad zu setzen bekommen unsere Mitarbeiter für jeden gefahrenen Fahrrad-km 30 Ct. Gutschrift auf ihren Lebensmitteleinkauf bei uns. Radln für gutes Essen lautet die Devise.

Auch auf die Lieferungen zu unserem Betrieb können wir nur mäßig Einfluss nehmen. Bei Bestellungen achten wir darauf, dass die Betriebe einen möglichst kurzen Anfahtsweg haben (Regionalität!). Nach Möglichkeit holen wir die Produkte auch auf unseren Liefertouren bei den Erzeugern ab. Damit vermeiden wir Emmisionen für den Transport.

Den größten Hebel in der Ausrichtung hin zu nachhaltiger Mobilität haben wir im Transport der Ökokisten zu den Kunden. Um Fahrstrecken zu reduzieren optieren wir laufend die Touren. Auf diese Weise liegt die Entfernung zwischen den Kunden im Durchschnitt bei weniger als 3 km. Für jede gelieferte Kiste entsteht so ein Dieselverbrauch von im Schnitt 0,338 Liter Diesel. Da die Durchschnittsentfernung für den Einkauf beim Bio-Fachhandel oder in den Hofläden bei der individuellen Anfahrt jedes Kunden länger ist, ist die gesammelte Lieferung der Produkte die ökologisch bessere Variante.

Um die CO2 Emmisionen zu reduzieren haben wir seit 2020 den ersten Elektro-Transporter im Einsatz. "Getankt" wird dieser durch die PV-Anlage auf dem Dach.

Da die Reichweiten der bisher angebotenen Mercedes Sprinter noch nicht unserem Bedarf entsprechen ist ein Austausch der bestehenden Dieseltransporter von der Verfügbarkeit der E-Transporter abhängig.

Naben KfZ-Tranporter haben wir auch noch ein Lastenfahrrad im Einsatz mit dem wir Kunden in der näheren Umgebung beliefern.

 

Ziel in 5 Jahren:

  • Die komplette Fahrzeugflotte ist auf Elektro-Antrieb umgestellt
    -> dies entspricht einer Reduktion von 31 to CO2 (Stand 2022)

CO2 neutrale Lieferung

Seit wir uns im Rahmen der Erstellung unseres Gemeinwohlberichts zum ersten Mal mit der Erstellung eines CO2-Fußabdrucks beschäftigt haben, lässt uns dieses Thema nicht mehr los. Parallel zu den immer lauter werdenden Stimmen von fridaysforfuture beschäftigte uns immer mehr, welche Klimawirkung unser Betrieb hat. Deshalb haben wir uns auch der Initiative Verantwortungsvoll Wirtschaften der Wirtschaftsförderung BGL und der Bewegung Farmers for Future angeschlossen.

Den CO2-Fußabdruck berechnen wir seit 2019 jedes Jahr neu mit dem Ziel, aus den Daten Maßnahmen zur Reduzierung unseres Fußabdrucks ableiten zu können, um damit unseren Beitrag im Sinne des Pariser Klimaschutzabkommens zu leisten.

Folgende Maßnahmen haben wir im letzten Jahr umgesetzt:

  • Verbesserung der CO2-Bilanz unserer Mitarbeiter durch die Förderung der Anfahrt mit dem Fahrrad. Pro gefahrenem Kilometer mit dem Fahrrad statt mit dem Auto, bekommen unsere Mitarbeiter 30 Ct. als Essensgutschein gut geschrieben. Dadurch werden jetzt wöchentlich 200 Kilometer weniger Auto gefahren.
  • Erweiterung unserer Photovoltaik-Anlage
  • Kauf eines Elektro-Transporters, der noch diese Woche geliefert wird. Er soll an der neuen Photovoltaik-Anlage geladen werden -> Sonne in den Tank!

Trotz aller Bemühungen CO2 einzusparen bleibt ein unvermeidbarer Rest. Selbst der Betrieb von Elektro-Fahrzeugen ist nicht völlig CO2 frei. Zudem ist die Technologie noch nicht soweit ausgereift, dass wir alle Touren Elektrisch fahren könnten.
Deshalb ist der nächste Schritt CO2 zu binden. Aus diesem Grund beteiligen wir uns am Humusaufbau-Pilotprojekt im Berchtesgadener Land. Ziel des Projekts ist es Kohlenstoff aus der Luft langfristig im Acker- und Grünland in Form von Humus zu binden. Zudem steigert ein höherer Humusanteil im Boden die Bodenfruchtbarkeit und sichert so langfristig die Erträge. Also eine wunderbare Win-Win-Situation!

Zusätzlich haben wir uns dazu entschlossen die unvermeidbaren CO2-Emissionen durch ein offiziell anerkanntes System von der Greensurance Stiftung zu kompensieren. Mit unserer Kompensation fördern wir, zusammen mit unseren Ökokisten-Kollegen zwei Projekte, die uns sehr am Herzen liegen:

Mit unserer Kompensation fördern wir 2 Projekte:

  • Unterstützung eines indischen Solakrocherprojekt nach UN-Gold-Standard. Weitere Infos zu dem Projekt gibt es hier: Nuetech - Solarthermische Warmwasserbereiter
  • Patenschaft für die Renaturierung von 2,2 ha des als besonders schützenswert eingestuften Brandfilzes im Raublinger Moor. Moore sind sie effektivsten landgebundenen CO2-Speicher der Erde, bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere und tragen zum Hochwasserschutz bei.

Durch diese Maßnahmen liefern wir zu Ihnen ab dem nächsten Jahr mit einer CO2 neutralen Bilanz. Es freut uns sehr, dieses Niveau erreicht zu haben, denn das heißt, dass wir mehr erreicht haben, als das Klimaschutzabkommen in Paris fordert und wir so unseren Beitrag dazu leisten, den Klimawandel zu vermeiden.

So wenig Verpackung wie möglich

VerpackungNach dem Motto: "die beste Verpackung ist die, die gar nicht gebraucht wird" setzen wir nur dann Verpackungsmaterial ein, wenn es notwendig ist, um die Produktqualität unserer wertvollen Lebensmittel zu erhalten, Obst und Gemüse länger frisch zu halten und somit der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken.

Meist wird nur ein Einlegepapier von Tütle am Boden unserer Ökokiste verwendet, damit nasses Gemüse nicht durchtropft. Das Tütle-Papier wird komplett CO2-neutral  in Deutschland  hergestellt und besteht aus 100% recyceltem, ungebleichten und kompostierbaren Papier. Statt geschlossenen Papiereinlegern verwenden wir wiederverwendbare Deckel, um die Produkte in der Kiste vor äußeren Einflüssen und Verdunstung zu schützen.

Manche Produkte müssen zusätzlich geschützt werden, damit diese auf dem Weg zu Ihnen nicht Leiden. Alles was "kugelt" und empfindlich auf Druck reagiert (wie z.B. Steinfrüchte oder Trauben) packen wir in Beerenobstschalen aus Holzschliff. Gerne verwenden wir die Schalen wieder, wenn Sie uns diese zurück in die Kiste legen.

Das Gockelprojekt

gockelHintergrund für das Gockelprojekt ist, dass wir etwas gegen die unethische Praxis der industriellen Eiererzeugung unternehmen möchten. Durch intensive Züchtung der letzten 50 Jahre wurden Hühner auf sehr hohe Legeleistungen hin optimiert. Jedoch wachsen die Hühner mit zunehmender Anzahl an gelegten Eier immer langsamer. Das geht in der industriellen Tierzucht soweit, dass die männlichen Küken von spezialisierten Legehennenrassen nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet werden, da diese zu langsam wachsen und damit unwirtschaftlich sind. Doch niemand wagt es etwas gegen die mächtige Geflügelindustrie zu unternehmen, da diese gewährleistet, dass das immer beliebter werdende günstige Geflügelfleisch produziert werden kann.

Kühe werden nicht enthornt

kuhStolze Kühe wie unsere mit ihren Hörnern werden immer seltener. Schon im Jahr 2020 könnten die ersten Rassen zu 100% genetisch hornlos sein. Welche Folgen diese Reduktion für die Tiere und den Menschen haben ist noch unerforscht.

Von ihrer natürlichen Anlage heraus werden Kühe mit Hornansätzen geboren, die sich im Laufe des Lebens zu individuell geformten Hörnern heraus bilden. Da in konventionellen Haltungsformen die Kühe jedoch mit zu wenig Platz und Ausweichmöglichkeiten gehalten werden sind die Hörner scheinbar zu einer Gefahr für die Stallgenossinen und den Menschen geworden. Darum werden die Hornansätze als Kalb ausgebrannt. Vermehrt geht der Trend jedoch hin zu genetisch hornlosen Tieren. Dabei werden nur die Tiere weiter gezüchtet, die durch eine Mutation hornlos veranlagt sind.

Das kann aus unserer Sicht nicht der richtige Weg sein! Nicht das Tier soll an die Haltungsbedingungen angepasst werden, sondern die Haltung der Tiere muss dem Wohl des Tieres dienen. Die Hörner sind für die Kühe nicht nur ein wehrhaftes Statussymbol. Durch die hohe Durchblutung des Horns wird dieses auch als Klimaanlage. Nicht umsonst sind die Hörner der Kühe, z.B. die Gnus in der Serengeti, um so länger, je wärmer die Umgebungstemperaturen sind.

Zertifizierung und Auszeichnung

ökokisteIn der derzeitigen Entwicklung im Ökomarkt kommt es qualitätsbewussten Marktteilnehmern zunehmend darauf an, sich von den eher verflachenden Handelsstrukturen im Discount- und Supermarktbereich abzugrenzen und zu distanzieren. Als Verbund von erzeugernahen Vermarktern zeigt sich der Verband Ökokiste e. V. hier seit Jahren als Trendsetter und Vorreiter, wenn es darum geht, diesen Qualitätsbegriff mit Leben zu füllen. Alle Mitglieder im Verband Ökokiste e. V. verpflichten sich seit 2008 freiwillig dazu, nach selbst auferlegten, strengen Kriterien zu arbeiten. Diese Kriterien sind für alle Mitglieder im Verband zwingend und werden von den EG-Bio-Kontrollstellen als unabhängigen und staatlich anerkannten Prüfstellen auf ihre Einhaltung hin kontrolliert.

Anbau Laufener Landweizen

Laufener LandweizenDer Laufner Landweizen ist eine alte Kultursorte die bereits im 16. Jahrhundert im Rupertiwinkl erwähnt wurde. Mit der Entwicklung von neuen, leistungsfähigeren Sorten kam der Laufner Landweizen mit seinen um ca. 50 - 70% niedrigeren Erträgen ins Hintertreffen. Durch Zufall wurde er vor einigen Jahren in einer Samenbank in Braunschwaig wieder entdeckt. Aus wenigen Körnern wurde daraus im Verlauf von einigen Jahren in der Samenklänge in Laufen das Saatgut vermehrt, so dass nun ausreichend zur Verfügung steht, dass wir dieses auf einem Feld mit anbauen können.  

Durch seine Wuchshöhe von bis zu 2 Metern, den begrannten Ähren und der ansprechenden rötlichen Färbung trägt der Laufner Landweizen zu einer Bereicherung unseres schönen Landschaftsbildes bei. Da der Laufner Landweizen in größeren Abständen angebaut wird bleibt dazwischen Platz für Ackerwildkräuter und mit ihnen Insekten und Vögel.

Gegen Lebensmittelverschwendung: 2. Wahl Produkte zum Sonderpreis

In Deutschland wird fast die Hälfte der erzeugten Lebensmittel nicht gegessen. Dies entspricht bis zu 20 Millionen Tonnen genießbarer Lebensmittel - 500.000 LKW-Ladungen, die jährlich vernichtet werden. Ohne die Verluste an Lebensmitteln könnte die prognostizierte Welt-Bevölkerung von rund 10 Milliarden Menschen ernährt werden ohne die Intensität der Lebensmittelproduktion zu erhöhen.

Ein großer Anteil an Verlusten tritt in den Privathaushalten auf. Gründe dafür gibt es viele: zu viel gekaufte oder gekochte Ware, oder im Kühlschrank und Vorratskammer vergessene Lebensmittel. Vor allem Obst- und Gemüse und Backwaren werden schnell aussortiert. Lebensmittel, die früher allesamt genutzt wurden - Brot vom Vortag oder Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern werden heute oft einfach durch neue ersetzt.

Doch auch in der Erzeugung und Vermarktung treten Lebensmittelverluste auf. Da Handel und Verbraucher makellose Lebensmittel lieben werden Obst- und Gemüseprodukte aussortiert wenn sie zu klein sind, die falsche Form haben oder nicht fehlerfrei aussehen.

Gemeinwohl-Bilanz

Die ökologische Nachhaltigkeit ist eine sehr wichtige Grundlage für unsere Betriebsführung - doch es geht dabei noch um mehr. Wir stehen nicht nur in Beziehung zur belebten und unbelebten Umwelt und zu unseren Tieren sondern auch zu Menschen: Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden. Dies im Hinterkopf fiel nach einem Vortrag von Christian Felber der Gedanke zur Gemeinwohlökonomie bei uns auf fruchtbaren Boden. Um unseren Betrieb einordnen zu können, haben wir uns Ende letzten Jahres der Aufgabe gestellt, einen Gemeinwohlbericht zu erstellen.

Die Gemeinwohlbilanz misst Erfolg nach neuen Maßstäben: Nicht der Finanzgewinn ist das Ziel, sondern die Mehrung des Gemeinwohls. Basierend auf der neuen Gemeinwohlmatrix wird unser Handeln objektiv bewertbar und damit auch vergleichbar zu anderen Unternehmen. Die systematische Betrachtung folgender Werte spielen dabei die zentrale Rolle:

Öko statt Ego

Seit Anfang 2020 sind wir Teil der Kampagne "Öko statt Ego", gutes Einkaufen für eine bessere Welt. Der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) e.V., hat die Initiative der Bio-Händler und Bio-Hersteller ins Leben gerufen. „Öko statt Ego“ setzt sich für gelebte Nachhaltigkeit vom Acker bis zum Teller ein. Nicht „Bio um jeden Preis“, sondern bewusster Konsum von gut produzierten und verantwortungsvoll transportierten Gütern ist der richtige Weg, den alle „Öko statt Ego“-Partner unterstützen.

oekokiste@biohof-lecker.de
Tel.: +49 (0)8682 953224
Mo. - Fr. 8:00 - 12:30
Biohof Lecker

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