Biohof Lecker in Laufen

Die Eier in unseren Ökokisten stammen aus unserem eigenen Hofbetrieb, dem Biohof Lecker in Nierheining/Laufen. In Niederheining halten wir unsere 500 Legehennen.

Neben der Fütterung der Legehennen mit 100 % Biofutter ist der großzügige Grünauslauf ein Kennzeichen der biologisch dynamischen Haltungsform.

Darüber hinaus darf sich unser Federvieh auch über einen mobilen Hühnerstall freuen. Der Mobilstall hat keinen Boden. So können die Hühner immer in der Erde scharren. Zudem können sie Löcher graben, in denen sie sich mit trockener Erde einpudern, um Parasiten los zu werden. Da der Grünauslauf durch die mobile Haltung immer gut bewachsen ist, haben die Hühner die Gelegenheit bis zu 100g Gras am Tag aufzunehmen - das macht die Dotter auf natürlichem Wege schön orange.

Besonders am Herzen liegt uns das Gockelprojekt. Hintergrund für dieses Projekt ist, dass wir etwas gegen die unethische Praxis der industriellen Eiererzeugung unternehmen möchten. Durch intensive Züchtung der letzten 50 Jahre wurden Hühner auf sehr hohe Legeleistungen hin optimiert. Jedoch wachsen die Hühner mit zunehmender Anzahl an gelegten Eier immer langsamer. Das geht in der industriellen Tierzucht soweit, dass die männlichen Küken von spezialisierten Legehennenrassen nach dem Schlüpfen aussortiert und getötet werden, da diese zu langsam wachsen und damit unwirtschaftlich sind. Doch niemand wagt es, etwas gegen die mächtige Geflügelindustrie zu unternehmen, da sie gewährleistet, dass das immer beliebter werdende günstige Geflügelfleisch produziert werden kann.

Ein solches Vorgehen ist jedoch nicht nur gegen das Tierschutzgesetz. Es steht auch unserer Betriebsphilosophie im Umgang mit Lebewesen konträr entgegen. Deshalb gehen wir bewusst den Weg, die Brüder der Hühner mit aufzuziehen zu lassen. Acht Wochen lang leben sie zusammen mit ihren Schwestern. Danach ziehen diese für 12 Wochen in eine Herren-WG mit Wintergarten und sehr viel Grünauslauf. Den brauchen sie, damit sich die Gockel nicht ins "Gehege kommen".

Da die Gockel langsamer wachsen und viel agiler sind als ihre Verwandten Mastvettern, entwickeln sie ein ganz anderes Fleisch. Es hat Biss, ist nicht so weiß und erinnert an das Geflügel zu Omas Zeiten.

Wie bereits dargestellt ist die Mast der Bruderhähne jedoch mit höheren Kosten verbunden:

  • 5 facher Futterbedarf 
  • 5 mal längere Stallplatzbelegung 
  • große Freilaufflächen

Da das Fleisch der Gockel so zu teuer werden würde, erfolgt eine Querfinanzierung durchüber die Eier der Hennen. Deshalb kosten die Eier aus dem Bruderhahn-Projekt 4 ct./Ei mehr.