Vereinsgründung "Ökogenuss Waginger See"

Biene Mit unserer Ökokiste möchten wir möglichst vielen regionalen Bio-Erzeugern eine Plattform bieten, um ihre Produkte einem breiten Puplikum bekannt zu machen. Damit geben wir auch kleinen Betrieben die Chance, Kunden zu erreichen, die sonst den Weg nicht zu ihnen finden würden. Wir sehen uns deshalb in der Rolle, Hürden zwischen Verbrauchern und Erzeugern abzubauen und durch die Bündelung zudem unnötige Fahrstrecken zu vermeiden.

Um die Zusammenarbeit der regionalen Bio-Erzeuger noch weiter zu verbessern, haben wir am 1. Februar einen neuen Verein gegründet, der den Marktzugang für kleine Betriebe erleichtern soll. Vereinsgründer sind Sebastian Kettenberger vom Biohof Kettenberg, Marlene Berger-Stöckl von der Ökomodellregion Waginger See-Rupertiwinkel und Hans Lecker. Ein Dank für seine Unterstützung gilt auch Hans-Jörg Birner, Bürgermeister von Kirchanschöring.

Vor allem kleine Betriebe erwirtschaften kaum ein ausreichendes Familieneinkommen und sind deshalb gezwungen die Produktion aufzugeben und ihren Hof an größere Betriebe zu verpachten. Durch die Möglichkeit über die Dirketvermarktung einen Teil der Wertschöpfungskette im eigenen Betrieb zu halten und damit ein weiteres Standbein aufzubauen, ergeben sich neue Perspektiven, um dem den Strukturwandel entgegen zu wirken. Dabei geht es nicht nur um unsere Bio-Bauern-Kollegen. Auch kleine Bäcker, Mühlen und andere Verarbeiter müssten mit den großen Strukturen der Lebensmittelindustrie konkurrieren. Um die regionalen Kreisläufe zu erhalten, ist es wichtig, alle Teile der regionalen Wertschöpfungskette mit einzubeziehen.

GetreideDaraus leitet sich auch die Antwort auf die (manchmal) gestellte Frage ab, warum Lebensmittel bei uns teilweise teuerer sind als bei anderen Erzeugern und Händlern. Wir unterstützen Landwirte und Verarbeiter, die uns lieb und teuer ( ! ) sind, so dass sie mit ihren Lebensmitteln einen MEHRWERT für uns ALLE herstellen. Die Produkte von unseren regionalen Erzeugern sind darum nicht teuerer, sondern ihren Preis schlichtweg wert! Den hohen Preis für billige Lebensmittel zahlen deren Erzeuger und unsere Umwelt.

Aktuell zählt der neu gegründete Verein bereits 40 Mitglieder. Interessierte Fördermitglieder oder Erzeuger können sich direkt an uns wenden -  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - oder an Sebastian Kettenberger - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

In diesem Zusammenhang möchten wir auch noch auf eine Petition zur Förderung des Ökolandbaus hinweisen: Entgegen den Aussagen der Staatsregierung den ökologischen Landbau zu unterstützen, um damit die Leistungen der Biobauern im Hinblick auf den Klima- und Artenschutz zu fördern, drohen ab 2020 zum Teil massive Kürzungen der staatlichen Förderungen.

Grund dafür ist, dass biologisch wirtschaftende Betriebe einen Teil der Leistungen im Kulturlandschaftsprogramm für vielfältige Fruchtfolgen nicht mehr beantragen dürfen. Umgeschichtet wird diese Förderung auf konventionelle Betriebe, ohne dabei den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemittel zu beschränken. Durch diese Verschiebung der öffentlichen Mittel hin zu intensiver Landwirtschaft verlieren Biobauern auch in der Konkurez um knappe Flächen auf dem Pachtmarkt. Das wird eine Reduzierung der ökologisch bewirtschafteten Fläche zur Folge haben.

Helfen Sie mit zu verhindern, dass die Ziele des Volksbegehrens zum Erhalt der Artenvielfalt durch die Ausgestaltung des Bayerischen Kulturlandschaftsprogramms ins Gegenteil verkehrt wird. Hier geht es zur Petition: change.org/biolandbaufoerdern

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