oekokiste@biohof-lecker.de
Tel.: +49 (0)8682 953224
Mo. - Fr. 8:00 - 12:30
WhatsApp: +49 8682 953224
In einer Welt, in der alles immer schneller, günstiger und bequemer werden soll, gehen oft die stillen Werte verloren: Nähe, Vertrauen, Verantwortung. Genau hier setzen wir an – als starker, unabhängiger Akteur, mit Blick für kommende Generationen. Wir stehen für eine andere Art des Wirtschaftens. Eine, die den Menschen und das Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt und nicht den maximalen Profit.
Regionale Strukturen sind das Rückgrat einer gesunden, resilienten Gesellschaft. Sie schaffen Arbeitsplätze, halten Wertschöpfung vor Ort und tragen dazu bei, dass Dörfer und Regionen lebendig bleiben. Doch immer mehr kleine und mittlere Betriebe kämpfen ums Überleben. Laut Studien kaufen heute rund 85 Prozent der deutschen Verbraucher ihre Lebensmittel bei den vier großen Handelskonzernen. Diese Marktmacht hat Konsequenzen: Vielfalt weicht Standardisierung, faire Preise weichen Preisdruck, Nähe weicht Anonymität.
Wir stellen uns bewusst gegen diesen Trend.
Durch den kalten Frühling und dem Regen der letzten Woche hat sich der Start der Weidesaison heuer verzögert. Jetzt ist es endlich soweit. Auf 4 Hektar extensiver Wiese dürfen seit letzter Woche 13 weibliche Jungrinder im Alter von 1 - 2 Jahren mit Blick auf das Schloss Triebenbach den Sommer verbringen. Für die Tiere gibt es am Anfang viel zu entdecken: Hecken und Bäume für den Schatten im Sommer, die Weidehütte als Unterstand bei lang anhaltendem Regen und die Weidetränken, bei denen sie frisches Grundwasser selbst in eine Tränkerinne pumpen können.
Doch nicht nur die Rinder profitieren von dieser artgerechten Form der Haltung. Auch die Biodiversität wird durch extensive Weidehaltung gefördert.
Durch die Beweidung wird Grasland offen gehalten. Es gibt Abschnitte mit kurzem und langem Gras, Kuhfladen, verschiedenste Gräser und Kräuter. Ein idealer Lebensraum für viele Insekten. Ein englischer Biologe hat ermittelt, dass durch die Kuhfladen von einem Rind im Jahr auf der Weide 100 kg Insekten entstehen. Diese sind wiederum Nahrung für Vögel. Typische Wiesenarten wie der Star, Bachstelzen und Kiebitze sind auf die Beweidung angewiesen.
Durch die Beweidung entsteht so eine Win-Win-Win Situation. Unsere Rinder genießen die Weidesaison und fördern bedrohte Arten. Ganz nebenbei pflegen sie unser wunderschönes Landschaftsbild, damit sich die Bewohner der Region und die Touristen hier wohlfühlen.

Seit dem Start unseres Lieferservices im Jahr 2009 sind wir stolzes Mitglied im Verband Ökokiste e.V. – einem Zusammenschluss von Bio-Lieferbetrieben, die ein gemeinsames Ziel verfolgen: 100 % Bio, ökologisches Handeln und nachhaltige Strukturen.
Die Bezeichnung „Ökokiste“ ist dabei weit mehr als nur ein Name – sie ist ein Versprechen. Ein Versprechen für:
✔ Richtig gute Lebensmittel, die mit Liebe und nach höchsten Bio-Standards erzeugt wurden
✔ Strenge Kontrollen & Zertifizierungen, die für Transparenz und Vertrauen sorgen
✔ Pioniergeist & Engagement, um nachhaltige Landwirtschaft weiterzuentwickeln
✔ Herzblut für Ökologie & Umweltschutz, weil uns „nur Bio“ nicht reicht
Erneut zertifiziert – und ausgezeichnet!
Auch in diesem Jahr haben wir die jährliche Zertifizierung des Verbands Ökokiste e.V. erfolgreich bestanden. Doch nicht nur das – wir freuen uns besonders über zusätzliche Auszeichnungen in den folgenden Bereichen:
Uns ist bewusst, dass unser Engagement ohne Ihre Unterstützung nicht möglich wäre, daher ein herzliches Dankeschön an Sie! Wir wollen auch in Zukunft weiter daran arbeiten , dass uns "nur bio" nicht ausreicht, sondern wir uns auch zukünftig für Tier- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, einen sorgfältigen Umgang mit Lebensmitteln, Klimaschutz, soziale Produktionsbedingungen und die Unterstützung heimischer Bio-Betriebe einsetzen wollen.
Am Mittwoch, den 22. Mai, ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt. Ein Tag, der daran erinnert, wie wichtig es ist, die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten zu schützen. Schon vor 32 Jahren einigten sich zahlreiche Staaten auf der Konferenz von Rio auf das Übereinkommen zur Erhaltung der Biodiversität – etwas, das für uns Biobäuerinnen und Biobauern längst selbstverständlich ist.
Denn biologische Vielfalt ist keine Nebensache – sie ist Grundlage unseres Lebens. Nur durch gesunde Ökosysteme mit stabilen, artenreichen Lebensgemeinschaften bleiben natürliche Kreisläufe intakt, Böden fruchtbar, Wasser sauber und Bestäubung gesichert.
Im ökologischen Landbau schaffen wir aktiv Lebensraum für Insekten, Vögel und Pflanzen – durch extensive Bewirtschaftung, vielfältige Fruchtfolgen, Weidehaltung und den Verzicht auf chemisch-synthetische Dünge- und Spritzmittel. So gedeihen auf unseren Äckern nicht nur Lebensmittel, sondern auch Wildpflanzen, Schmetterlinge, Regenwürmer und Feldvögel – allesamt wichtige Glieder im Netzwerk der Natur.
Der Thünen-Report 2019 belegt dies eindrucksvoll:
Unsere Weiden, Felder und Blühstreifen sind also nicht nur Produktionsflächen, sondern auch Schutzräume für Artenvielfalt, die andernorts immer stärker unter Druck gerät.
Mit jeder Ökokiste, die Sie bei uns beziehen, leisten Sie einen konkreten Beitrag zum Artenschutz – direkt vor der Haustür. Dafür danken wir Ihnen herzlich!
Am 07.03.25 ist der Tag der gesunden Ernährung – und Bio spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Gesunde Ernährung beginnt mit der Wahl der richtigen Lebensmittel. Doch was bedeutet das in einer Zeit, in der hochverarbeitete Produkte, Pestizidrückstände und künstliche Zusatzstoffe alltäglich sind? Bio ist mehr als ein Label – es ist eine bewusste Entscheidung für Qualität, Nachhaltigkeit und Gesundheit.
Warum sind Bio-Lebensmittel so wertvoll?
Gesunde Ernährung beginnt bei der Natur
Wer sich für Bio entscheidet, unterstützt eine Landwirtschaft, die Böden schützt, Artenvielfalt bewahrt und nachhaltige Kreisläufe erhält. Denn gesunde Ernährung beginnt nicht erst auf dem Teller – sondern dort, wo unsere Lebensmittel wachsen.
Regional. Saisonal. Bio. – Für eine Ernährung, die gut für Mensch und Umwelt ist.
Das eigentliche Kapital des Ökobauern ist sein Boden. Ihn gilt es zu hegen und zu pflegen, um die Nährstoffe zurückzugeben, die man ihm durch den Anbau entnimmt. Es gehört zu den Grundlagen des Ökolandbaus, den Boden als eigenen Organismus zu betrachten. Ökologische Bodenpflege beruht auf dem alten Prinzip von Geben und Nehmen. Das funktioniert vor allem über Fruchtfolgen, bei denen sich humusaufbauende und -zehrende Jahre die Waage halten.
Im besten Falle hat sich am Ende eines Fruchtfolgezyklus der Humusgehalt vergrößert. Denn mehr Humus heißt: mehr Nährstoffe und mehr Wasseraufnahme. Spricht man im Bioanbau von „gutem“ Boden, so meint man einen fruchtbaren Boden, der reichlich Wasser aufnehmen und die Pflanzen auch über längere Zeiträume mit Nährstoffen versorgen kann. Ist die Bodenfruchtbarkeit hoch, steigt auch die Widerstandsfähigkeit in Krisenzeiten – wie etwa bei der Wasserknappheit der letzten Jahre. Ein gesunder Boden setzt dem eine höhere Nährstoffdichte und Wasserspeicherkapazität entgegen als ein ausgelaugter Acker. Auf einem gesunden Boden wachsen gesunde Pflanzen. Deshalb ist Bodenfruchtbarkeit eines der wichtigsten Anliegen im Biolandbau. Im Grünland gibt es keine Fruchtfolge und keine Bodenbearbeitung. Um das Bodenleben zu fördern sind wir letzte Woche mit unserem Wiesenlüfter unterwegs gewesen. Durch die kleinen Löcher gelangt zusätzlicher Sauerstoff in den Boden was das Bodenleben fördert.
In unserem You Tube Kanal finden Sie jetzt neu einen Vortrag von Christine zum Thema "Regionale Getreidevielfalt entdecken". In diesem Vortrag stellt sie unter anderem den Laufener Landweizen und weitere spannende Getreidesorten aus der Region vor.
Erfahren Sie:
Ein informativer Vortrag für alle, die regional, gesund und genussvoll essen möchten. Viel Freude beim Anschauen!